Weltschlaftag 2018: Wie gut schlafen Sie eigentlich?

Forscher wissen bereits um die Bedeutung von gesundem Schlaf für unsere Gesundheit. Aus diesem Grund gibt es den Weltschlaftag, der in diesem Jahr am 16.03.2018 stattfindet – eine gute Gelegenheit, sich einmal Gedanken über die eigene Schlafqualität zu machen.

Wie viel Schlaf ist eigentlich gesund?

Die meisten Menschen benötigen etwa sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht, um sich fit zu fühlen. Diese Zeit ist jedoch keineswegs eine allgemeine Richtlinie. Es gibt Langschläfer, die mehr Schlaf benötigen als acht Stunden. Genauso gibt es Menschen, die sich bereits nach sechs Stunden Schlaf vollkommen ausgeruht fühlen. Die optimale Schlafdauer ist also variabel.

Anders verhält es sich bei Menschen, die unter Ein- und Durchschlafstörungen leiden. Dies ist laut Medizinern stets ungesund und birgt viele gesundheitliche Gefahren. Dabei leidet Studien zufolge jeder dritte Deutsche unter Schlafstörungen.

Guter Schlaf ist gesund!

Die Bedeutung von Schlaf für Ihre Gesundheit

Etwa ein Drittel Ihres Lebens verbringen Sie im Schlaf – wenn Sie zum allgemeinen Durchschnitt zählen. Und diese Zeit ist durchaus gut investiert: Im Schlaf laufen viele Prozesse ab, die Ihre Gesundheit erhalten. Die Reparatur und die Regeneration unterschiedlicher Organe und Strukturen im Körper erfolgen nämlich, während wir im Tiefschlaf sind. Währenddessen schüttet der Organismus diverse Stoffe aus, die unsere Immunabwehr steigern.

Dies stützen mehrere Studien. In diesen zeigte sich, dass Menschen mit Schlafproblemen häufiger an Erkältungen erkranken als Menschen ohne Schlafstörungen.

Doch nicht nur das Immunsystem arbeitet in der Nacht auf Hochtouren. Auch Ihr Gehirn nutzt die Ruhephase, um die Erlebnisse und Informationen des Tages zu verarbeiten. Dabei entstehen viele neue Synapsen (Verbindungen zwischen Nervenzellen) und Informationen aus dem Kurzzeitspeicher gelangen in den Langzeitspeicher.

Francesco Cappuccio, ein Forscher an der Warwick Medical School, hat Interessantes darüber herausgefunden. Wer über einen längeren Zeitraum hinweg weniger als sechs Stunden schläft, leidet eher an Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein- und Durchschlafprobleme erhöhen diesen Studien zufolge die Produktion von Hormonen und anderen Stoffen, die mit Bluthochdruck und einem hohen Cholesterinspiegel zusammenhängen.

Wenn Sie Ihr Risiko für solche Erkrankungen senken möchten, setzen Sie also auf gesunden und ausreichend langen Schlaf.

Kennen Sie die häufigsten Gründe für Ein- und Durchschlafprobleme?

Verbreitete Ursachen von Schlafproblemen sind psychische Auslöser, Stress, Lärm und Schmerzen. Leiden Sie unter einer dieser Unannehmlichkeiten, liegt Handlungsbedarf vor.

Aber auch simple Veränderungen sind in der Lage, Ihren Schlaf zu verbessern. Spätes Essen beispielsweise gefährdet die gesunden Nachtruhe. Nehmen Sie daher mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen die letzte Mahlzeit ein. Ansonsten ist Ihr Körper mit der Verdauung beschäftigt, wenn er schlafen soll.

Koffein begünstigt ebenfalls Schlafprobleme. Trinken Sie nach 14 Uhr keinen Kaffee, sollten Sie unter Einschlafproblemen leiden. Greifen Sie stattdessen zu schlaffördernden Kräutertees mit Melisse oder Hopfen.

Was Sie außerdem für einen gesunden Schlaf tun können

Ein guter Schlaf-Wach-Rhythmus ist wichtig, damit Sie zur passenden Zeit müde werden und durchschlafen. Hierfür ist Serotonin verantwortlich. Das Wohlfühlhormon wird bei Tageslicht freigesetzt. Machen Sie regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft, um den Prozess zu unterstützen.

Beschäftigt Sie etwas vor dem Einschlafen? Dann helfen Rituale wie das Führen eines Sorgenbuchs, ein heißes Bad, eine Stunde Lesen vor dem Einschlafen oder autogenes Training.

Leiden Sie unter Verspannungen, sind Muskelentspannungsübungen genau das Richtige für Sie. Alle monotonen, meditativen Handlungen helfen beim Einschlafen. Sorgen Sie zudem für ein gutes Klima im Schlafzimmer und gehen Sie immer zur gleichen Zeit ins Bett – dann steht dem gesunden Ein- und Durchschlafen bald nichts mehr im Wege.


von Die Redaktion. 16.03.2018


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